Kinofilme sind ein Erlebnis für sich.
intimacy der Film
Am Anfang wird ein kurzes Exposé erstellt, dies ist ein Grundriss der Geschichte, der etwa ein bis fünf DIN-A4-Seiten umfasst. Das Exposé beschreibt die Hauptfiguren und den wesentlichen Konflikt, um den es in der Geschichte geht. Der nächste größere Schritt ist das Treatment, dies ist bereits eine genauer aufgeschlüsselte Form, welche sich in Richtung Drehbuch bewegt. Insgesamt umfasst das Treatment etwa 33 % der angestrebten Gesamtlänge.
Der Entwicklungsprozess eines Film Drehbuches
Die Step-Outline stellt im Anschluss eine Übergangsform zu dem Drehbuch dar, wird allerdings selten als Verkaufspapier genutzt.
Alle Drehbücher sind eine schriftliche Fixierung von dem, was später verfilmt werden soll. In einem bestimmten Layout wird dargestellt, was in einem Film zu hören und sehen ist. Etwa eine Minute Film gibt dabei eine entsprechend formatierte DIN-A4-Seite wieder. Ein Film der 90 Minuten dauert, hat demzufolge ein Drehbuch mit ca. 90 Seiten und ein Film der 120 Minuten dauert ein Drehbuch mit ca. 120 Seiten. Von Drehbüchern für Spielfilme unterscheidet sich die Schreibart der Drehbücher für Fernsehfilme und auch Fernsehserien nicht wesentlich, obwohl die Machart anders ist. Das Drehbuch für einen Spielfilm berichtet eine abgeschlossene Geschichte. Diese kann auf einer nur für diese entwickelte Geschichte basieren oder auch auf einer Vorlage. Die Geschichte wird in einer formalisierten Form, auch Format genannt, erzählt.
Das Drehbuch enthält auf der formalen Ebene Szenenelemente wie Figurennamen, Dialoge, Szenenbeschreibungen und Angaben zu dem Ort und der Zeit des Geschehens. Regie- und Kameraanweisungen wurden früher gelegentlich auch mitgeschrieben. Diese Angaben sind in einem modern formatierten Film Drehbuch bereits impliziert. Erst in dem drehfertigen Skript gibt es meistens die Anweisungen zum Inhalts- und Szenenaufbau. Zumeist werden bei Dokumentarfilmen Konzepte erstellt, welche ebenfalls häufig als Drehbuch betitelt werden. In der Regel werden hier anvisierte Szenen und verschiedene Drehorte kommentiert und zusammengestellt. Eher handelt es sich um Fokussierungen und Intentionen, diese sollten bei dem Dreh beachtet werden, als um eine Geschichte, welche bereits vorgefertigt ist. Die endgültige Richtung erhält die Geschichte in der Regel, bei einer Dokumentation, erst in dem Schnitt. In den anderen Varianten der Filme gibt es auch eigenständige Formen des Drehbuchs. Darunter zählen z.B. visuell-orientierte Werbespots oder Experimentalfilme. Von einer Agentur zur nächsten und von Filmemachern zu Filmemachern unterscheiden sich diese signifikant.
Auf Drehbücher wird hier manchmal zugunsten von Moodboards oder Storyboards und Konzeptpapieren verzichtet. Ein relativ einheitlicher Standard hat sich bei fiktionalen Filmen durchgesetzt. Hier ist dann von einem Drehbuch die Rede, wenn es sich um eine erzählte Geschichte handelt. Im Wesentlichen unterscheidet es sich von vorhergehenden Ausarbeitungen dadurch, dass es sich um eine Form handelt, die frei von Interpretationen, Kommentaren und Anmerkungen ist. Abwandlungen haben sich allerdings auch von dieser Form gebildet. Oft werden Filme mit ohne genaue Handlungsangaben und Dialoge geschrieben. Es werden stattdessen nur Angaben gemacht, was in einer Szene ungefähr vorkommen sollte.